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Das Projekt entsteht an den sanften Hängen des Gardasees, wo sich der Blick mit Leichtigkeit und zugleich eindrucksvoller Weite öffnet. In dieser Umgebung, in der die Natur den Rhythmus vorgibt und die Landschaft das menschliche Handeln bestimmt, versteht sich der Entwurf als zurückhaltender, respektvoller und beinahe unmerklicher Eingriff. Das Gebäude mit den überschaubaren Dimensionen einer Wohnvilla drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern fügt sich behutsam in das Gelände ein und folgt den bestehenden Terrassierungen, die zum eigentlichen Ausgangspunkt des Entwurfs werden. Diese natürlichen Geländestufen bestimmen nicht nur die Grundrissstruktur, sondern auch die harmonische Einbindung des Gebäudes in seine Umgebung. Sie definieren Proportionen und Ausrichtung und prägen die Beziehung zwischen Architektur und Landschaft. Die Erschließung erfolgt von der Hangseite über das Dach, das sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto befahrbar ist. Diese architektonische Lösung ermöglicht es, den Blick ins Tal freizuhalten und die Wahrnehmung der Landschaft nicht durch zusätzliche Baukörper zu beeinträchtigen. Wie bei einem natürlichen Aussichtspunkt wird bereits die Ankunft zu einem visuellen Erlebnis, noch bevor man das Gebäude betritt. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Ebenen: Im Obergeschoss befinden sich zwei Wohneinheiten, während eine dritte auf der darunterliegenden Ebene angeordnet ist und sich so dem natürlichen Geländeverlauf anpasst. Weiter hangabwärts befindet sich auf einer dritten Terrassenebene ein gemeinschaftlich genutzter Pool. Dieser ist als Ort der Ruhe und des Innehaltens konzipiert und scheint die Horizontlinie des Sees optisch fortzuführen. Lokaler Naturstein und Putzflächen in warmen Erdtönen verankern das Gebäude in der traditionellen Bauweise der Region, während die architektonische Formensprache klar, geometrisch und reduziert bleibt. Die beiden seitlichen Treppen werden zu prägenden Gestaltungselementen: Sie strukturieren nicht nur die Hauptfassade, sondern organisieren zugleich die privaten Zugänge. So entsteht eine Architektur, die durch Zurückhaltung und klare Proportionen überzeugt, statt sich in den Vordergrund zu drängen. Die seitlichen Fassaden sind geschlossener und zurückhaltender gestaltet und schützen die Privatsphäre der Innenräume. Die zum See ausgerichteten Fassaden hingegen öffnen sich großzügig, um Licht, Luft und den Panoramablick einzufangen. So fügt sich die Architektur nicht nur in ihre Umgebung ein: Sie nimmt die Landschaft auf, spiegelt sie wider und macht sie zu einem wesentlichen Bestandteil des Wohnens.